Dienstag, 17. Februar 2009

und dann war da noch...

Der Kalo Bhairav am Durbar Square in KTM




Die legendaere Bodnath Stupa






Als ich dann wieder mal bei Jay in der Schule war, bin ich spontan als Judge beim schulinternen Tanzwettbewerb eingesprungen. Autogramme geben inklusive, aber das passiert mir in Nepal oft, hihi



Dieses Maedchen hat uebrigens gewonnen

Jays Cousinen Griti, Milli, Nitu und Juli in Schuluniform
Die Hostel-Crew ;-)
Unser herzallerliebstes Findelkind beim Nudelessen (mein "Abschiedsgericht"), das ihm sehr geschmeckt hat, jawohl. Keiner weiss so genau wie er heisst, alle rufen ihn Babu (aber so wird immer der juengste Junge in einer Familie genannt). Die Jugendlichen finden Max waere cool, was wohl eher unkonventionell ist, westliche Namen zu geben
und es darf nicht fehlen: das allseits begehrte Nepali Daal Bhaat

wieder im Kinderdorf

Die Kids vom A-House


Tashi


Laxmi, Santa Ram, Samjhana und Rabina


im Kindergarten


Bimat und Binaya


oje, Bhim Raj hat sich das Bein gebrochen...

Ich mag Patan



Der Distrikt Kathmandu ist in die Gebiete Kathmandu, Bhaktapur und Lalitpur unterteilt. In letzterem ist meine Unterkunft. Und zu Lalitpur gehoert die dritte der Koenigsstaedte (neben Kathmandu und Bhaktapur-Stadt): Patan. Alle drei haben einen Durbar Square, der von Bhaktapur ist der pompoeseste (siehe Bilder im letzten Blog).
Ich selbst bin gern in Patan spazieren gegangen

(war ja nicht so weit weg von zu Hause), hat nette Gassen und Haeuser in der alten Bauweise mit schoenen Pagoden und typischen Architektur von Kathmandu (was in KTM city meist durch das Erdbeben in den 30er jahren zerstoert wurde).
Here we go: ein paar Eindruecke


Samstag, 14. Februar 2009

Sightseeing




Auf die Schnelle noch ein bisschen Sightseeing reingequetscht: endlich hab ich die alte Koenigsstadt Bhakatpur (15 km von Kathmandu entfernt) besuchen koennen. dabk eines deutschen Entwicklungsprojekts konnten die alten Bauten restauriert und fuer laepische 7 Euro Eintritt (ein Wucherpreis fuer Nepals Verhaeltnisse) bestaunt werden. Man wird aber durch die Atmosphaere in den kleinen Gassen, alte Architektur, Toepferei etc. entlohnt. Ausserdem kein Muell, ruhig, entspannend. Nur die Kinder nerven ein wenig, die zuerst nach one ten rupie, dann nach one pive Rupie fragen, wahlweise ihre Litanei verlaengern zu "one schoolbook, one pen, one chocolate...". Dabei sahen rund 4/5tel dieser Kinder in ihren sauberen Schuluniformen nichtnach Bettelkindern aus. Ob die denken, sowas hiesse hallo oder so, und wer hat ihnen das beigebracht:"ftag mal die Touristen nach Zeug, die freuen sich ueber Kinder..."

Montag, 9. Februar 2009

Die Geschichte vom Postamt

Ein Besuch in Nepals Hauptpoststelle ist ganz schoen aufregend. Zuerst ging der schriftliche Bescheid bei mir ein, dass ein Paket abgeholt werden koenne, zu diesen und jenen Zeiten und nur unter Vorlage des Ausweises. So weit so gut. Ich also dahin, an den Schildern vorbei zu dem Schreibtisch, wo man fuer foreign parcels zustaendig ist. Die haben mich dann in einen Raum geschickt, wo ich 25 Rupies zahlen musste damit sie mir ein Formular geben. Als naechdtes in ein anderes Buero, wo ein anderer In-Charge dieses Formular unterschrieb. Er mich in den naechsten Raum der Paketausgabe geschickt. Dort musste ich etwas warten, bis man mir sagte, dass der Typ, der das Formular unterschrieben hat, dabei sein muss, wenn das Paket geoeffnet wird um den Inhalt zu deklarieren. Ich also zurueck, den Typen holen (als ob der nicht weiss, dass er mitzugehen haette?!). Zurueck erklaerte man mir nach einem Blick auf mein Formular, dass die Abteilung fuer Pakete aus Deutschland in einem anderen Gebauede sei. Wir also dahin. Am Ziel! Dachte ich...Dort wollte man nun eine Kopie meines Ausweises zur Archivierung der erfolgten Geschaeftsabwicklung. Aber der Kopierer des Post Offices geht ja nicht, denn es ist Stromausfall. Aber ein Copy Shop um die Ecke arbeitet mit Generator/Batterie oder was auch immer. Was nicht stimmt. Einem Nervenzusammenbruch konnte ich nur vorbeugen angesichts der Tatsache, das MEIN office durchaus ueber Generator und Kopierer verfuegt und nur 5 min entfernt ist. Also wieder zurueck zum Ursprungsort, kopieren (WARUM SAGEN DIE DAS NICHT GLEICH IM ANSCHREIBEN? DAHEIM HAB ICH MASSIG KOPIEN VOM AUSWEIS RUMLIEGEN!!).
Wieder zurueck. Den Typ zur Begleitung holen, in die Paketausgabe, das Paket wurde schnell gefunden, was mich wundert angesichts der vielen unbeschrifteten Regale (muss wohl ein geheimes System existieren). Das Paket wurde also aufgerissen, lieblos drueber geschaut "Ja, nur Suessigkeiten", schnell unterzeichnet, 75 Rupies an die Paketausgabe bezahlt, die Gebuehr fuer ihren Service?! Aber stop noch nicht zu Ende, das ausgefuellte, deklarierte Formular muss ja wieder in den Raum, wo ich es her hatte: und 100 Rupies zahlen, die Gebuehr fuer...?
UND DANN ENDLICH: mir wurde nach eineinhalb Stunden Procedere das Paket ausgehaendigt!!!!

Also, liebe Mama: ich weiss nicht, was es war, warum die geglaubt haben, es waere ein wertvolles Paket oder ob es zu registrierten Hoechstsicherheitsbedingungen verschickt wurde (das andere Suessigkeiten-Paket, das ich im Oktober geschickt habe, wurde ganz nrmal an die Hostel-Adresse ausgeliefert)...aber soviel Auwand musst du nicht mehr betreiben.
Aber DANKE: Omas Weihnachtsplaetzchen, Lebkuchen und Milka-Schokolade, mmhhhhlecker!!!!
Ok., sorry, hab kein passendes Bild, weder vom Postamt, noch von denSuessigkeiten, die waren zu schnell weg...aber wollte auch keinen Blog so ganz ohne Bild posten ;-)
Das Foto stammt noch aus dem Training im Dezember, mit RajKumar und Naramaya, meinen Kollegen

Sonntag, 25. Januar 2009

pics

bitte sehr ein paar neue:

http://picasaweb.google.com/SouthIndia10/Januar#

Dienstag, 20. Januar 2009

Field Trip

Peace Education in Action?! Bislang war mir eher die Schreibtischarbeit bekannt, vom Trainer-Workshop Ende Dezember abgesehen. Nun ging es darum, die Programme, die die von Save the Children ausgebildeten Trainer nun Kindern (“child facilitators”) in einem 10-taegigen Workshop vermitteln, zu ueberwachen. Ziel ist es, mit diesem Schneeballsystem Inhalte von Peace, Human Rights und Civic Education in bereits ueberall in Nepal etablierten “Child Clubs” einer breiten Masse zugaenglich zu machen. Konkret soll es so aussehen, dass Kinder, die als Moderatoren (facilitators) in den child clubs nach der Schule fungieren, Kindern das Wissen beibringen, welche wiederum auch ihren Freunden davon erzaehlen sollen. Dieses Konzept funktioniert schon lange mit Kinderrechts-Themen oder sonstiger Teilhabe von Kindern am politischen Geschehen in ihrer Kommune.
Kurz und gut, mein Counterpart RajKumar und ich sind also in 2 Distrikte gefahren um zu schauen, wie das Training laeuft.
Fuer mich war es aus zweierlei Gruenden interessant, erstens hatte ich Einblicke in die Arbeit der NGOs und in den Peace Education Implementierungsprozess, aber noch viel mehr hatte ich die Gelegenheit, Gebiete Nepals (den Westen), die ich noch nicht kannte, zu sehen. Der eine Distrikt, Kapilvastu, ist im Flachland an der indischen Grenze (=warm), der andere, Dadeldhura, in den Bergen (=kalt).
Unser Trip war relativ abenteuerlich, aber nichts Besonderes fuer nepalische Verhaeltnisse: Hin- und Rueckflug hatten beide 2 Stunden Verspaetung auf Grund der schlechten Sichtverhaeltnisse (es ist sehr trueb diese Tage in Nepal). Nun gut. Von Kapilvastu nach Dadeldhura hatten wir einen Fahrer mit Gelaendewagen.
Sehr Praktisch, wie sich spaeter herausstellen sollte, denn kaum hatten wir am 2. Tag Kapilvastu verlassen und fuhren 1 Stunde, fanden wir die Strasse blockiert auf Grund eines Unfalls zwischen einem Fahrradfahrer und Motorradfahrer (der Radfahrer schwer verletzt, aber schon im Krankenhaus bei unserer Ankunft). Nun hatten die Bewohner die Strasse blockiert, was bedeutet, dass es Tage dauern kann. Ich war zuerst irritiert, warum sie die Strasse sperren um emotional zu tratschen und in allen Details den Unfall auszudiskutieren. Nun hab ich eine Lektion gelernt und einen ethnozentrischen Arschtritt bekommen, denn es stellte sich heraus, dass die Menschen hier immer die Strasse sperren, bis geklaert ist, wer die Krankenhausrechnung uebernimmt ode rim falle eines Todes, die Beerdigungskosten, Hilfe fuer die Hinterbliebenen. Ich hatte nicht bedacht, dass in Nepal kaum jemand eine Krankenversicherung hat und kein Vertrauen in Regierung und Polizei besteht. Dass so der Alltag in einem Land mit instabiler Regierung aussieht und welche Konsequenzen das fuer die kleinen Leute hat, wurde mir jetzt klar. Ach ja, die Geschichte geht ja noch weiter: wir also Umwege ueber Doerfer gefahren, bis auch dort irgendwann die Strasse auf Grund eben dieses Unfalls gesperrt war. Also blieb uns noch die Moeglichkeit, durch das (fast!) ausgetrocknete Flussbett zu fahren. Auf den letzten Metern vorm anderen Ufer sind wir stecken geblieben und das abends um sieben bei stockfinsterer Dunkelheit (aber gut, dass es ein Jeep war, sonst haetten wir die Moeglichkeit gar nicht gehabt durch den Fluss zu fahren). Und hier wieder etwas ueber die nepalische Kultur: das Netzwerk funktioniert (muss es ja auch in den abgelegenen laendlichen Gebieten, wo Handies erst vor 3 Jahren Einzug erhalten haben). RajKumar kannte auf Grund frueherer Projekte saemtliche Organisationen aus dem Dorf, welche uns zur Hilfe kamen und wir wurden mit Abschleppseil rausgezogen. Also kamen wir 5 Stunden spaeter an der Stelle raus, wo uns der Unfall den Weg versperrt hatte. Aber Verspaetungen und Umdisponierungen sind ja in Nepal an der Tagesordnung und werden in der Projektplanung meist beruecksichtigt...
So war der Field Trip in vielerlei Hinsicht lehrreich fuer mich und ich hab mal wiedre was ueber dieses Land dazu gelernt.